"Du" oder "Durchlaucht" – die richtige Anrede

Hier in Deutschland sind ursprünglich drei persönliche Anreden möglich: das DU, das SIE und das IHR.

Hinzu kommt die Verbindung vom SIE mit dem Vornamen, was früher nur von Älteren gegenüber Jüngeren gebraucht wurde, jedoch heute sich auch zwischen Gleichaltrigen mit Beliebtheit erfreut.

Das DU ist die gebräuchlichste Form zwischen Schülern, Studenten und Auszubildenden, aber auch beim Sport und in der Disko, wenn man sich kaum oder gar nicht kennt. Sogar in einigen Cafés und Clubs duzen Bedienung und Gäste sich, denn ein SIE könnte auch bedeuten, dass die Gäste fehl am Platz sind.

Gegen ein DU ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Wenn man aber jemanden nicht besonders mag, kann das angebotene DU sehr aufdringlich wirken. Dem geht man mit einem betonten SIE aus dem Weg!

Gegenüber Älteren, auch wenn man sie noch so gut kennt, sollte man nicht unbedacht die Anrede DU benutzen. Besser ist es abzuwarten, bis einem selbst das DU angeboten wird.

Auch im Berufsleben gibt es einige Regeln, die man beherrschen sollte:
Biete niemals einem gleichaltrigen Vorgesetzten das DU an, denn dass könnte mit einer Ablehnung enden.
Keine unbedachten Verbrüderungen auf Betriebsfeiern und -ausflügen, denn in Verbindung mit Alkohol einigt man sich schnell auf das DU und am nächsten Tag geht der Kollege oder Vorgesetzte wieder zum SIE über. Das sollte man dann auch akzeptieren.
Die schriftliche Anrede lautet meistens „Sehr geehrter Herr…“ oder „Sehr geehrte Frau …“. Wenn man einen Ansprechpartner namentlich nicht kennt, dann „Sehr geehrte Damen und Herren“. Zum Schluss reicht ein „Mit freundlichen Grüßen…“.

Ein persönlicher Brief beginnt mit „Lieber Herr…“ oder „Liebe Frau…“ oder gegebenenfalls mit dem Vornamen. Zum Schluss ein „Herzlichst“ setzt gute freundschaftliche Beziehungen voraus.

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